BMI Rechner body mass index

BMI – der Body Mass Index unter der Lupe

Lesezeit: 4 Minuten

Die einen sagen, ‘wenn die Hose nicht kneift, ist’s perfekt’, die anderen sagen, ‘wenn ich mich selber schön finde, ist’s perfekt’. Mediziner und Wissenschaftler sehen das leider etwas emotionsloser und halten uns eiskalt eine Tabelle mit so Zahlen vor die Nase. Darin stehen Werte zwischen 15 und 45, die ein anderes “perfekt” definieren: der Body Mass Index (BMI). Der BMI interessiert sich kein Stück für PMS, Wohlfühlgewicht, Modetrends oder persönliche Vorlieben. Thigh Gaps findet er doof, curvy Mädels aber auch.

 

Was ist der BMI? Dein Körper im Quadrat!

Es gab schon häufiger den Versuch, ideale Körpermaße zu definieren und daraus sowohl Schönheits- als auch Gesundheitsideale abzuleiten. Allerdings hat man es sich früher eher leicht gemacht und schlichtweg die Körpergröße in Zentimetern minus einhundert als Idealgewicht festgelegt. Ein Mann von etwa 1,85 m Körpergröße sollte demnach im Idealfall 85 kg wiegen, eine Frau von 1,75 m 75 kg. Bei dieser sehr groben Berechnung liegt der Nachteil auf der Hand: Männer und Frauen haben unterschiedliche Knochen-, Fett- und Muskelmassenanteile und können schon allein deswegen nicht in einen Topf geworfen werden. Weißt Du noch? Physik, Dichte, Volumen. 😴 Ja, also jedenfalls musste etwas passenderes her. Beim BMI arbeitet man zwar immer noch mit Körpergröße und Gewicht, aber man setzt es in ein etwas anderes Verhältnis, definiert eine von-bis-Range und unterscheidet nun auch zwischen Männern und Frauen.

 

Warum gibt es den BMI überhaupt?

Zwar akzeptieren wir heute (endlich) wieder viel mehr Diversity, gerade was Körperformen angeht. Hashtags wie #Bodyshaming haben wir den Kampf angesagt und mit #Nofilter möchte man wieder mehr echte, “unperfekte” Menschen zeigen oder sehen. Trotzdem dürfen wir ja die Gesundheit nicht außer acht lassen. Der BMI soll also eigentlich gar nicht in optische, sondern in gesundheitliche Kategorien einordnen (Ha – sag das mal deinem Unterbewusstsein!). Fakt ist, egal welche aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse wir gerade haben, Übergewicht ist nicht gesund:

  • Echte Adipositas kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes verursachen.
  • Die Gelenke leiden unter einem hohen Körpergewicht und verschleißen z. B. schneller.
  • Es drohen Bluthochdruck, Stoffwechselstörugen und Schlaganfälle
  • Wenn das Fett buchstäblich “im Weg ist” kann dies Atemstörungen oder Bewegungseinschränkungen verursachen.

Ändern tut sich tatsächlich regelmäßig die genaue Definition für Übergewicht und da ist auch der BMI eigentlich schon etwas überholt, trotzdem aber als ein erstes Maß nicht ganz ungeeignet.

 

Wie berechnet man den BMI?

Nimm Dein aktuelles Körpergewicht und teile es durch Deine Körpergröße in Zentimetern zum Quadrat. Mathematisch (da musst Du jetzt mal kurz durch) sieht das dann so aus:

Die BMI Formel

BMI Formel body mass index formel zur Berechnung des BMI

BMI = Gewicht in kg / (Größe in m)²

Bei einer Frau mit 1,75 m und 65 kg käme da ein Wert von 21,24 heraus. Na toll – was sagt uns das jetzt? Wie angekündigt gibt es nun eine Range. Der normale Menschenverstand sagt, die oben genannte Frau dürfte relativ normal aussehen. Und so ist es auch. Frauen mit einem BMI von 19-24 befinden sich im wissenschaftlichen Normalbereich, unter 19 beginnt das Untergewicht, über 24 spricht man von Übergewicht. Gleichberechtigung hat an dieser Stelle ausnahmsweise mal gar nichts zu suchen, weshalb für Männer ein leicht anderer Maßstab gilt:

 BMI FrauenBMI Männer
BMI Untergewicht<19<20
BMI Normalgewicht19 – 2420 – 25
BMI Übergewicht25 – 3026 – 30
BMI Adipositas>30>30

 

Die Bedeutung des BMI Wertes

Ursprünglich wollte man – schon im frühen 19. Jahrhundert – mit der Berechnung des BMI eigentlich nur statistische Daten erheben. Erst viel später kam er zusammen mit dem schlechten Gewissen daher, welches jeder kennt, der von irgendeiner Norm abweicht. Und überhaupt – “Norm”! Wieso darf der sowas einfach behaupten? Wir sagen einfach mal: Darf er, aber nur, weil wir ihn nicht allzu ernst nehmen. Der BMI sollte wirklich nur zur groben Einschätzung dienen und Du solltest Dich schon gar nicht an irgendwelchen Hinter-Komma-Stellen festbeißen! Im BMI werden weder das Verhältnis von Muskelmasse zu Fettmasse, noch die Knochendichte oder andere Faktoren berücksichtigt. Sportliche Frauen mit ein paar Muckis mehr könnten also plötzlich in die Kategorie ”Übergewicht” rutschen. Forget it! Auch Obelix, der ja immer darauf besteht, nur schwere Knochen zu haben, könnte ein kleines Bisschen recht haben 😉 Knochen haben von Mensch zu Mensch tatsächlich verschiedene Durchmesser und können demnach auch mal etwas schwerer ausfallen. Schon ist der BMI im roten Bereich.

 

Alternativen zum BMI

Das ist Dir alles irgendwie nicht genau genug? Können wir verstehen … Wikipedia nennt eine Vielzahl von anderen Methoden, Körpermaße zu kategorisieren, wenn einem der BMI zu oberflächlich ist, vor allem, wenn es um das Erkennen von gesundheitlichen Risiken geht:

  • Broca-Index, Ponderal-Index: beide setzen wie der BMI Gewicht und Körpergröße in ein Verhältnis.
  • Area Mass Index: bezieht die tatsächliche Körperoberfläche mit ein.
  • Body Adiposity Index: kein Verstecken mehr, der Hüftumfang wird in die Berechnung mit einbezogen.
  • Waist-to-Height Ratio: konzentriert sich allein auf die Körperfettverteilung im Verhältnis Breite zu Höhe.

 

Fazit: Ist der BMI optimal?

Trotz der genannten Nachteile oder Schwächen ist der BMI immer noch einer der am häufigsten genutzten Indizes, wenn es um Gewicht, Gesundheit und andere Body-Themen geht. Er ist halt auch schnell berechnet und ganz gut vergleichbar, die Kategorien sind übersichtlich. Um sich selber also grob einzuordnen, kann man ihn ruhig verwenden. Aber gerade, wenn Du mit viel Sport abnehmen und fitter werden willst, kann er auch frustrierend sein, weil Fett durch Muskelmasse ersetzt wird und den BMI das einfach mal gar nicht interessiert. Zudem ist er etwas überholt, was die neuesten medizinischen Erkenntnisse angeht und könnte daher auch ein falsches Bild vermitteln.
Effektive Gewichtskontrolle geht sowieso besser mit einer zuverlässigen Kalorienberechnung. Überprüfe am besten mit unserem Kalorienrechner Deine tägliche Kalorienzufuhr und checke nur ab und zu den BMI. So lange Du ihn mit Vorsicht genießt und unsere Tipps dazu berücksichtigst, ist er ein ganz gutes Instrument, um den Überblick zu behalten!

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